Die Sortierung schwarzer Kunststoffe nach ihrer Polymerklasse mit Hyperspectral-Imaging-Technologie ist weiter ein heiß begehrtes Thema

30 March 2017

STEINERT hält Vorträge zur Sortierung von schwarzen Kunststoffen auf der IdentiPlast in Wien und der Berliner Recycling- und Rohstoffkonferenz

Ernie Beker (links), Sales Manager bei STEINERT, nach seinem Vortrag im GesprächQuelle: IdentiPlast

13th Internationale Conference on the Recycling & Recovery of Plastics, Wien Quelle: IdentiPlast

Hohe Ansprüche an Sortiertechnik der Recyclingindustrie

Neben stetig wachsenden Anlagekapazitäten und wachsenden Durchsätzen, steigen die Vorgaben für die Sortierperformance. Diese Aspekte haben sowohl Auswirkungen auf die Sensortechnik als auch Auswirkungen auf die Sortierfunktionen der Maschinen an sich. Darüber hinaus wächst bei Betreibern von Aufbereitungsanlagen der Bedarf an besseren Recyclingraten und gleichzeitiger Reduzierung der Menge an Restabfällen nach den Aufbereitungsprozessen. Zur Entwicklung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft und Erreichung ehrgeiziger EU-Ziele, wie z.B. das Verbot der Deponierung von nicht bio-degradierbaren Kunststoffen oder das Erreichen einer 75-prozentigen Recyclingquote bei Kunststoffverpackungen bis 2030, ist die sensorgestützte Sortiertechnik eine unabdingbare Voraussetzung.

In Deutschland existieren für nahezu alle industriellen Abfallsortieraufgaben im Bereich Polymerwerkstoffe ausgereifte Lösungen, die zunehmend auch von den Akteuren in der Recyclingkette angenommen und eingesetzt werden. Allerdings ist die Sortierung von rußgeschwärzten Kunststoffen hinsichtlich ihrer Polymerklassen bis heute eine herausfordernde Problemstellung, wenn das Schwimm-Sink-Verfahren nicht anwendbar ist. Die RTT Steinert GmbH, Tochter der STEINERT Elektromagnetbau GmbH, hat sich dieser Aufgabenstellung seit geraumer Zeit gestellt und einen gefundenen Lösungsansatz bis zur industriellen Reife geführt.

Hoch entwickelte Sensorik nutzt die Hyperspectral-Imaging (HSI) Technologie.

In vielen Aufbereitungsanlagen verbleiben insbesondere schwarze und dunkle Objekte ohne definiertes Spektrum sowie stark verschmutzte Kunststoffe in der Restfraktion und werden damit in der Regel nicht in den Rohstoffkreislauf zurückgeführt. Bei dieser Technologie wird auf mechanisch bewegte Bauteile verzichtet und darüber hinaus die gesamte Breite der Fördereinrichtung in einem Zug gescannt mit einer hochauflösenden Zeilenkamera. Das marktreife Produkt UniSort Black bietet hier die Möglichkeit, eben solche Objekte aus einem Materialstrom zusätzliche zu erfassen und als Produkt der kunststoffaufbereitenden Industrie zuzuführen.

Die sortenreine Trennung schwarzer Teile

UniSort BlackEye schließt eine weitere Lücke: die sortenreine Trennung schwarzer Teile. Die Sortiermaschine trennt Kunststoff-Flakes nicht nach ihrer Farbe, sondern nach ihrer Polymerklasse. Daher kann die UniSort BlackEye neben schwarzen Kunststoffen, Kunststoffe aller Farben sortenrein trennen. So lassen sich jetzt effizient Wertstoffe aus Fraktionen mit einem hohen Anteil dunkler Kunststoffe gewinnen.